Rahmenwerk — A3+ Bilderrahmen aus Kiefernholz

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Bilderrahmen Größen: DIN A3 vs. A3+ und warum das Format zählt

DIN A4, A3, A3+, 30 × 40 — was steckt hinter den Formaten und warum ist A3+ die ideale Größe für Fine-Art Prints mit Passepartout? Der kompakte Guide.

· 7 Min. Lesezeit · von Markus Mittermayer

Flat-Lay mit gestapelten Fine-Art Prints in den Formaten A4, A3 und A3+ neben einem schwarzen Bilderrahmen-Profil, Lineal und Bleistift
Wer einen Bilderrahmen kaufen möchte, landet innerhalb weniger Minuten in einem Zahlensalat: DIN A4, DIN A3, A3+, Super A3, 30 × 40, 40 × 50, 50 × 70. Welches Format passt zu welchem Print — und wann lohnt sich der Griff zu einem A3+ Rahmen? Ein Guide, der die wichtigsten Formate einmal ordentlich einordnet.

Die wichtigsten DIN-Formate im Überblick

Alle DIN-A-Formate basieren auf einem Seitenverhältnis von 1:√2 (rund 1:1,41). Das führt dazu, dass sich jedes Format durch Halbieren des nächstgrößeren ergibt: A5 ist ein halbes A4, A4 ein halbes A3, und so weiter.
FormatMaße (mm)Typische Verwendung
DIN A5148 × 210Postkarten, kleine Prints
DIN A4210 × 297Poster, Urkunden, Kalenderblätter
DIN A3297 × 420Fotografien, Illustrationen, größere Poster
A3+ (Super A3)329 × 483Fine-Art Prints mit Rand, Signatur
DIN A2420 × 594Wandbilder, große Fotografien
Neben den DIN-Formaten gibt es „amerikanische" oder „skandinavische" Größen wie 30 × 40, 40 × 50 oder 50 × 70 cm — sie folgen keinem festen Verhältnis und sind in Skandinavien beliebter als in Mitteleuropa.

Was ist eigentlich A3+?

A3+, manchmal auch Super A3 oder A3 Plus genannt, ist kein DIN-Format im engeren Sinn. Es ist ein Druckformat aus der professionellen Fotobranche mit den Maßen 329 × 483 mm.
Der Grund für dieses „krumme" Format: Fine-Art Drucker (etwa die A3+-Modelle von Epson und Canon) drucken auf Bögen dieser Größe, damit rund um einen A3-Print noch weißer Rand für Anschnitt, Signatur oder Editionsnummer bleibt. Der Print selbst kann exakt A3 groß sein (297 × 420 mm) — oder das gesamte A3+ Blatt füllen.

Warum ein A3+ Rahmen für A3-Prints besser ist

Der klassische Fehler beim Rahmenkauf: ein A3-Print landet in einem A3-Rahmen. Das klingt logisch, führt aber zu einem Problem.
Ein A3-Rahmen hat ein Innenmaß von exakt 297 × 420 mm. Der Print füllt den Rahmen also komplett aus. Sobald Du zusätzlich ein Passepartout verwenden willst — und das solltest Du, wenn der Print wertig wirken soll — bleibt keine Reserve:
  • Entweder wird das Bild beschnitten, weil das Passepartout einen Ausschnitt bildet, der kleiner ist als das Motiv.
  • Oder der Print wird hinter ein zu kleines Passepartout gesteckt und wirkt gequetscht.
Ein A3+ Rahmen löst das Problem sauber. Das Innenmaß von 329 × 483 mm bietet Platz für:
  • den A3-Print in voller Größe (297 × 420 mm),
  • ein sauber sitzendes Passepartout mit Schrägschnitt (Ausschnitt rund 319 × 473 mm),
  • einen umlaufenden weißen Rand für Signatur oder Editionsnummer.
Genau deshalb drucken Fine-Art-Labore standardmäßig auf A3+. Und genau deshalb ist der A3+ Rahmen die richtige Wahl, sobald ein Print mehr sein soll als ein Poster.

Wann A2 oder größer?

Ab einer Wandbreite von rund 3 Metern wirkt ein A3+ Rahmen einsam. Als Faustregel:
  • Über einer Sitzgruppe: Der Rahmen sollte rund zwei Drittel der Möbelbreite abdecken. Bei einem 2-Meter-Sofa passt ein A2- oder ein Dreier-Set A3+ perfekt.
  • Im Flur oder auf freien Wandflächen: Ein einzelner A3+ Rahmen setzt einen ruhigen Akzent, ohne zu dominieren.
  • In hohen Räumen: Vertikale Serien aus zwei bis drei A3+ Rahmen übereinander wirken oft besser als ein einzelnes Großformat.

Welches Format solltest Du kaufen?

Kurze Entscheidungshilfe:
  • Standardposter (IKEA, Kalenderblätter, Karten) → Rahmen im DIN-Format des Posters, meist A3 oder A4.
  • Fine-Art Prints, Fotografien vom LaborA3+ Rahmen, auch wenn der Print „nur" A3 ist.
  • Große Statement-Wand → A2 oder größer, gerne mit dunklem Passepartout für museale Wirkung.
  • Serien und Gallery Walls → Einheitliches Format (idealerweise A3+), damit die Wand ruhig bleibt.

Warum ich mich für A3+ entschieden habe

Meine Landschafts- und Fine-Art Prints auf markusmittermayer.at drucke ich bewusst auf A3+ Papier. Der schmale weiße Rand rund um das Motiv ist keine Kosmetik — er ist der Grund, warum das Bild im Rahmen atmet.
Rahmenwerk existiert, weil ich lange nach einem A3+ Rahmen gesucht habe, der genau zu diesem Format passt und trotzdem zurückhaltend genug ist, um die Fotografie sprechen zu lassen. Beide Modelle im Shop — Schwarz und Weiß aus Kiefernholz — sind exakt darauf ausgelegt.

Fazit

Wer Fotografien oder Fine-Art Prints einrahmen möchte, ist mit einem A3+ Rahmen fast immer besser bedient als mit einem klassischen A3-Rahmen. Das kleine „Plus" an Papierfläche gibt Passepartout, Signatur und Motiv den Raum, den sie brauchen. Aus einem gerahmten Poster wird so ein Objekt, das jahrelang an der Wand bleibt.

Über den Autor

Markus Mittermayer ist Fotograf aus Niederösterreich und Gründer von Rahmenwerk. Seine Landschafts- und Fine-Art Fotografien findest Du auf markusmittermayer.at.

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